Herzlich willkommen in unserer Gemeinde Olbernhau

So hieß es für die ca. 50 Senioren aus dem Bezirk Leipzig. Auf ihrer Ausfahrt hatten sie den Weihnachtsmarkt in Seiffen besucht. Jedoch sollte das noch nicht das Ende der Reise sein.

Anschließend stattete die Seniorengruppe unserer Gemeinde einen Besuch ab. Bei Kaffee und Kuchen ergaben sich schöne Gespräche und mancher Gedanke wurde ausgetauscht.

Spontanen Beifall erhielt unser Bischof Thomas Matthes, der überraschend an dem Zusammensein teilnahm.

Im weiteren Verlauf des Treffens besichtigten die Senioren unsere Kirche und sangen mit den anwesenden Geschwistern einige schöne Weihnachtslieder. Bezirksältester i. R. Fred Matthes erzählte anschließend aus seiner "Herzenschronik", die manches Schwere, Nachdenkliche, jedoch auch manch Heiteres zu berichten wusste. So betonte er, er habe 75 Jahre Gott erlebt. Seine Chronik ist eng mit dem Aufbau des Werkes Gottes in Olbernhau und Umgebung verbunden. Viele Opfer und aufreibende Stunden waren von unseren damaligen Glaubensgeschwistern notwendig, um solch eine Entwicklung zu erleben, wie wir sie heute in unserer Umgebung haben dürfen. So wurde unsere Kirche in Olbernhau 1945 ohne Fußboden gekauft und unter schwierigen Verhältnissen aufgebaut. Dank dieser Geschwister, dieser "Leuchttürme des Glaubens", feiern wir heute noch die Gottesdienste, wo einst nur eine Baracke stand.

Leider verging die Zeit viel zu schnell und schon wieder hieß es Abschied nehmen. Mit Einladungen und herzlichen Dankesworten traten die Senioren die Heimreise an.

Zitate und besondere Sätze aus der Chronik von Bezirksältesten i. R. Fred Matthes:

  • Will jung mich dir alleine weih'n. Sieh, dieser Tag soll Zeuge sein.
  • Dies ist der Tag, den der Herr macht, lasset uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben. Du wirst nicht sterben, sondern leben und des Herren Werk verkündigen.
  • Heilig sei dir jede Stelle, wo die Liebe sich dir naht, die im Himmel ihre Quelle, ihren Thron im Herzen hat.
  • Eine Quelle sieht man nicht, die ist unterirdisch. Man sieht nur den Ausfluss.
  • Der Thron ist im Herzen, wo der Heilige Geist ausgegossen wurde.
  • Nicht an der Vergangenheit hängen, das Ziel liegt vor uns, nicht hinter uns, auch nicht neben uns. Und für dieses Ziel zu leben, ist das Einzige, was sich überhaupt lohnt.
  • Jeden Tag kommen wir dem Ziel näher.
  • Wir bleiben klein und demütig.
  • Klein war David als Hirtenjunge, da konnte der Herr was draus machen, dass er König wurde.
  • Klein war Zachäus, und das ganze Haus wurde selig.
  • Aus dem Kleinen konnte Großes werden.
  • Gottes Wort hören kann man nur, wenn man glaubt.
  • Du glaubst nur das, was du tust.
  • Wenn der liebe Gott ruft, kannst du immer ja sagen, du brauchst ihn auch allezeit.
  • Bleibt klein und demütig, dann sehen wir uns wieder.
  • Sofort vergeben: Ohne Vergebung, ohne Versöhnung kommt keiner in das Himmelreich. Dafür ist auch Christus gekommen.

Text und Fotos: skei