Rückschau - Dankbarkeit - Zuversicht

"Gott versorgt die Seinen auch weiterhin." Mit diesen Worten tröstete Apostel Rolf Wosnitzka die Geschwister aus der Gemeinde Deutschneudorf. Am 16. Februar 2017 fand hier der letzte Gottesdienst sowie die Inruhesetzung von Priester Frieder Lakatos statt. Zukünftig bereichern die Geschwister die Gemeinde Olbernhau.

Auch in der neuen Gemeinde Olbernhau wollen wir uns auf den Herrn ausrichten und dort die Gaben einbringen, die uns Gott gegeben hat, so der Apostel zu Beginn seines Dienens.

Den Gottesdienst stellte er unter das Bibelwort 2. Korinther 13, 13:

"Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen."

Rückschau

Bezirksältester Thomas Flemming verlas einige kurze Begebenheiten aus der Gemeindechronik.

Die Geschichte der Gemeinde geht bis auf das Jahr 1929 zurück, als das Zeugnis vom Werke Gottes nach Deutschneudorf kam. In den Folgejahren entwickelte sich das Werk Gottes stetig. Viele Seelen konnten versiegelt werden. Im Jahre 1948 wurde die Gemeinde selbstständig und erhielt ihren ersten Vorsteher. Ein Jahr später konnte ein größerer Raum für die Gottesdienste gemietet werden, das Vereinszimmer der ehemaligen Gaststube "Zum Bad". Durch stetigen Wachstum zählte die Gemeinde im Jahr 1957 insgesamt 71 Geschwister. Ein Jahr später konnte nach jahrelangem Bemühen der Ausbau einer Scheune zum Kirchenlokal beginnen, welches bis zum Schluss das Ortsbild prägte. Bedingt durch die politische Wende und die vielen Wegzüge nahm die Zahl der Geschwister immer mehr ab und so wurde die Gemeinde am 16.02.2017 geschlossen. Die verbleibenden Geschwister besuchen nun die Gottesdienste in unserer Gemeinde Olbernhau, wo sie recht herzlich willlkommen sind.

Dankbarkeit

Der Apostel dankte allen für die geleistete Arbeit, die unsere Geschwister auf sich genommen haben. Er rief alle Anwesenden auf, diesen Segen, der im vorgelesenen Bibelwort zum Ausdruck kommt, mitzunehmen in die neue Gemeinde. 

Der scheidende Priester Frieder Lakatos betonte in seinem Predigtbeitrag, dass jeder Gottesdienst ein Licht für uns sei. Wir wollen die Früchte des Lichtes nicht vergessen. Diese sind Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit. Auch die Segenshandlungen und die Sündenvergebung zählen dazu. Alles dürfen wir in einem jeden Gottesdienst hinnehmen.

Zuversicht

Glaubensgewissheit und Aufgabe weiterhin sind:

  • Gott führt auf allen Wegen,
  • Gott gibt seinen Segen,
  • Ringen um die Gnade des Herrn,
  • Ringen um die Vollendung.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahles ging eine weitere Ära zu Ende. Unser Priester, Frieder Lakatos, wurde in den Ruhestand versetzt. Ihm galt an dieser Stelle der besondere Dank des Apostels für seine Mühe, die er im Werk des Herrn aufgewendet hat. 

Mit dem letzten Lied der Sänger "Dich, Gott, loben wir" ging dieser denkwürdige Gottesdienst zu Ende. Nicht nur hier auf dieser Erde, sondern wohl auch in der Ewigkeit ist manche Träne geflossen.