Ein Wochenende unter Geschwistern

15 Geschwister der Gemeinde Suhl folgten der Einladung unserer Partnergemeinde nach Olbernhau. Sie begaben sich am 19.09. bei strahlendem Sonnenschein und kühlen Temperaturen auf den Weg ins Erzgebirge.

Auf dem Parkplatz der Kirche wurden sie vom Botschafter der Schuhkarton-Gemeinde, Diakon Silvio Keilig, erwartet und willkommen geheissen. Schon bald ergaben sich erste Gespräche beim Besichtigen des hübschen und geräumigen Kirchengebäudes sowie beim gemeinsamen Imbiss mit leckerem Wildgulasch. Bruder Seidel gab ein Lied zum Besten und danach sangen alle zusammen "Alles Leben strömt aus dir" (CB 131).

Anschließend stand eine Wanderung durch das wildromantische Schwarzwassertal und des Grünen Grabens auf dem Plan. Zur Freude aller gesellte sich der Vorsteher der Gemeinde Olbernhau, Hirte Rainer Friedel, zu unseren munteren Truppe und gab einige interessante Informationen zum Wandergebiet nahe der tschechischen Grenze. Das Schwarzwassertal umfasst ein ausgedehntes Moorgebiet, einen alten Bergbaustollen und interessante Felsformationen. Vorzeiten sollte das Gebiet für des Bau einer Talsperre geflutet werden. Doch zum Glück wurden diese Pläne wieder verworfen und so konnten wir die traumhaft schöne Landschaft genießen.

Besonderes Highlight war der Zwischenstopp beim "Kaffee-Kurt" einer urigen Legende des Wandergebietes. Anfangs von den Behörten nur geduldet, verkauft er sehr zur Freude aller Wanderer offiziell seinen selbst gemahlenen Kaffee, leckeren selbst gebackenen Kuchen, aber auch Rucksack-Kekse, Trinknugat und einige andere Spezialitäten aus einen einfachen Unterstand heraus. Frisch gestärkt ging es dann entlang am Grünen Graben- einen alten Flößergraben-zurück zum Parkplatz. Immer wieder luden traumhafte Ausblicke zum Fotografieren ein.

Am Parkplatz angekommen, fragte Rainer Friedel, ob ein Zwischenstopp bei der Nachbargemeinde Rübenau gewünscht wird. Und ob! Manche waren nach seinen Ausführungen über die Gemeinde so begeistert, das sie einen Besuch zum Gottesdienst am Sonntag in Erwähnung zogen.

Doch n un heißt es erst einmal bis zum nächsten Morgen Abschied nehmen. Etliche der Geschwister waren in Gastfamilien untergebracht. Andere trafen sich zum gemeinsamen Abendessen und zum Gedankenaustausch in einer Pizzeria. 

Pünktlich zum Gottesdienst waren alle wieder in der Kirche Olbernhau versammelt und lauschten den Ausführungen zum Bibelwort aus Psalm 91, 11: Er hat seinen Engeln befohlen , dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen. Einige Suhler Sänger folgten der Aufforderung des Dirigenten und sangen im Chor mir bzw. nahmen sogar an den Proben für das nächste Konzert der Geislichen Abendmusik teil.

In den Predigtbeiträgen wurde deutlich, das Gott uns gern seinen Engelschutz schenkt und das wir uns unter den Schirm des Höchsten geborgen wissen dürfen. Jeder übernimmt aber zuerst einmal selbst Verantwortung für sein Handeln-im Rahmen seiner Möglichkeiten. Das Gebet um Engelschutz befreit niemanden von seiner Verantwortung, Gesetzt einzuhalten un umsichtig zu handeln! Weiterhin erging die Aufforderung an jeden Gottesdienst-Teilnehmer, das Wort Gottes in die Tat umzusetzten und ein Engel für andere zu werden. Kinder gibt Gott einen besonderen Schutzengel zur Seite, weil sie in ihrer Unbeschwertheit und Lebensfreude manche Gefahr nicht richtig einschätzen können bzw. noch keine Erfahrung mit besonderer Risiken gemacht haben. Nach dem Heiligen Abendmahl und den Schlusssegen sowie dem vom Chor vorgetragenen Lied: "Gott mit euch bis wir uns´wiederseh`n" ergabe sich noch einige kurze Begegnungen mit älteren Geschwistern. Sie bedauerten sehr , dass sie aus gesundheitlichen Gründen dieses Mal nicht dabei sein konnten. Sie erinnerten sich jedoch gern an den Ausflug zur Leuchtenburg bei Kahla im vergangenen Jahr und begleiteten uns mit Gebeten in diesem Jahr.

Nach dem kleinen  Mittagsimbiss und weiteren herzlichen Gesprächen trug Bruder Seidel zum Abschied noch das Olbernhau-Lied vor. Dann traten alle die lange Heimreise an bzw. genossen noch einmal das Erzgebirge mit seinen fantastischen Ausblicken und seiner tratidionellen Holzschnitzkunst.